Funktionsprinzip
Die Materialprobe wird in einer Messspule einem
definierten magnetischen Feld ausgesetzt, und es wird ein magnetischer
Fluss im Blech erzeugt. Der erforderliche Strom wird durch einen
Leistungsverstärker bereitgestellt. Die Strommessung erfolgt
durch einen temperaturstabilen, induktionsfreien Präzisionsmesswiderstand
(Shunt) oder durch Feldspulen.
Die Bestimmung der Polarisation erfolgt durch
Messung der induzierten Spannung, Umrechnung und Integration durch
16-Bit-Prozessor. Die parallele Erfassung der Größen
H und J durch getrennte Erfassungssysteme garantiert eine absolut
zeitgleiche Messung. Messfehler durch Phasendifferenzen werden
vermieden. Das Prozessorsystem berechnet aus den differenzierten
und integrierten Messgrößen alle vorgenannten Werte.
Fehlerquellen wie analoge Multiplizierer und Integrierer sind
nicht vorhanden.
Die Messung erfolgt mit sinusförmiger Polarisation.
Durch die Verwendung eines Regelalgorithmus wird die Sekundärspannung
überprüft und sinusförmig geregelt. Die Sollspannung
wird durch einen hochstabilen, quarzgesteuerten digitalen Sinusgenerator
erzeugt. Amplitude und Frequenz werden von der Prozessoreinheit
gemäß den eingegebenen Probendaten (Gewicht, Dichte,
gewünschte Frequenz, Soll-Polarisation usw.) eingestellt.
Messspulensysteme
Epsteinrahmen für Frequenzen von
50 Hz / 60 Hz gemäß IEC 60404-2
Epsteinrahmen für Frequenzen bis 400 Hz gemäß
IEC 60404-2
Stanzteilesensor für Stanzteile, Zuschnitte und
Bandmaterial
Streifenspule für Epsteinstreifen in Anlehnung an
IEC 60404-3
Tafelspule entsprechend IEC-Norm 60404-3 (500 x 500 mm)
Ringkernsensor für Ringe, Transformatorkerne und Statoren
Epsteinrahmen, Einzeltafel- und Einzelstreifenmessspulen
nach Kundenspezifikation
Bedienung, Messung und Auswertung
MPG-Expert Software zur einfachen Bedienung der
Geräte ermöglicht eine völlig freie Parametrierung
und Zusammenstellung der Messabläufe. MPG-Expert ist lauffähig
unter Windows.